In diesem Artikel geht es um eine Wanderung durch den wunderschönen Barranco Santiago. Den Hauptartikel über Playa de Santiago und die Umgebung findest du hier: La Gomera – rund um Playa de Santiago.
Von Pastrana nach Benchijigua und weiter nach Imada
Wie ich bei der Wanderung oberhalb von Las Toscas erwähnte, schien es auf der anderen Seite des Tals, im Barranco Santiago, einen schönen Weg zu geben. Dieses Tal führt von Playa Santiago hinauf zum kleinen Dorf Benchijigua, das direkt unter dem majestätischen Berggipfel Roque de Agando liegt. Dabei handelt es sich um eine steile Felsklippe, den Pfropfen eines alten Vulkans, dessen äußere Lavaschichten erodiert wurden.
Ich studierte die Karte genau und sah, dass der Weg, den ich von Las Toscas aus gesehen hatte, schwer zu verfolgen sein könnte, da in der Mitte, hoch oben in einer steilen Felswand, ein Stück fehlte. Wahrscheinlich ist der Weg hier abgerutscht. Die Wege oben am Berghang sind teils in den Fels gehauen, teils mit hohen Steinmauern angelegt. Alle Hauptwege werden sehr gut instand gehalten, doch dieser gehört nicht zum Wegenetz und war wohl aufgegeben worden.
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Aber unten im Tal verlief ein anderer Weg, also nahm ich stattdessen diesen. Eine kurze Taxifahrt von Santiago bringt dich in das kleine Dorf Pastrana, wo der Weg beginnt.
Im Tal ist es überraschend üppig, die steilen Bergwände sind von grünen Sträuchern bedeckt, und Palmen wachsen bis ganz nach oben.
Bis nach Benchijigua sind 400 Höhenmeter zu überwinden, die sich jedoch gleichmäßig auf die 4,1 Kilometer lange Strecke verteilen, und der Weg ist durchgehend gut ausgebaut. Der Pfad verläuft zunächst nur einige Hundert Meter unten im Tal, bevor er am Hang ansteigt. Das Tal wird nach und nach breiter und ist von grünen Sträuchern, Palmen und Kakteen bedeckt. Roque de Agando ist fast die ganze Zeit in der Ferne zu sehen.
Benchijigua
Benchijigua, eine der ältesten Siedlungen der Insel, wirkt ziemlich verlassen, doch die Häuser sind gut gepflegt und werden sicherlich als Ferienhäuser genutzt. Das ist nicht verwunderlich – ich glaube, dies muss einer der schönsten Orte der Insel sein. Dies ist wohl auch die schönste Wanderung, die ich auf La Gomera gemacht habe, obwohl die Tour durch den Urwald im Parque Nacional de Garajonay einzigartiger ist. Lies hier darüber: Wanderungen auf La Gomera
Wenn du mit den bisherigen 400 Höhenmetern zufrieden bist, kannst du die gut 4 km auf der Straße zurück nach Las Toscas gehen und von hier aus den Bus zurück nehmen. Oder du kannst weiter nach Imada gehen, weitere 300 Meter bergauf.
Der weitere Weg nach Imada verläuft angenehm und eben auf der 600-Meter-Höhenlinie wieder hinunter zur Küste, allerdings auf der anderen Seite des Tals. Eine Wohltat nach dem Aufstieg nach Benchijigua.
Du wanderst durch verlassenes Kulturland und an teilweise eingestürzten, ärmlichen Fincas, kleinen Bauernhöfen, vorbei. Überall ist es grün und üppig. Riesige Kakteenfelder säumen den Weg. Doch dann ist die gemütliche Wanderung abrupt vorbei, und der Pfad führt in 25 Serpentinen 250 Höhenmeter direkt die Bergwand hinauf.
Hoch oben in der Felswand sollte man sich vor Augen halten, dass der kürzeste Weg zu einem kalten Bier weiter bergauf führt – nach Imada.
Endlich oben angekommen, eröffnet sich ein neues grünes Tal, dem du hoch oben an der Bergwand entlang folgst. Auch hier liegen die Ruinen verlassener Höfe, insgesamt drei. Schon bald kannst du Imada in der Ferne erkennen, etwa 2 km entfernt.
Der Weg endet praktischerweise direkt an der Bushaltestelle in Imada, und auf der anderen Straßenseite kannst du dir während der Wartezeit ein kaltes Bier gönnen. Der Bus braucht etwa 30 Minuten zurück nach Santiago.
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La Gomera
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Wanderungen auf den Kanarischen Inseln



















