Donnerstag, August 20, 2026

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Montage eines Schnorchels am Mercedes Sprinter

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Hymer-Sprinter Snorkel

Viele denken, dass man einen Schnorchel braucht, wenn man Flüsse durchqueren möchte. Ein Sprinter hat eine maximale Wattiefe von 50 cm, bzw. 60 cm, wenn er etwas höhergelegt ist. Das ist so wenig, dass ein Schnorchel für diesen Zweck eigentlich überflüssig ist.

Viel wichtiger ist, dass der Motor dadurch weniger Staub ansaugt. Wenn man auf staubigen Straßen unterwegs ist, nimmt die Staubkonzentration mit zunehmender Höhe über dem Boden schnell ab. Außerdem ist die Luft dort oben kühler.

Wer nach einem Schnorchel für den Sprinter googelt, findet zahlreiche Anbieter. Der Preis liegt bei etwa 600 Euro. Das erschien mir ziemlich teuer für etwas, das im Grunde nur aus einem Kunststoffrohr und ein paar Schlauchstücken besteht. Also schaute ich, was China zu bieten hatte. Dort fand ich bei AliExpress ein komplettes Schnorchel-Kit für 100 Euro plus Versand.

Ein Kunststoffrohr ist schließlich ein Kunststoffrohr. Das einzige Problem, das auftreten konnte, war eine schlechte Passgenauigkeit.

Ich bestellte ihn – und wurde nicht enttäuscht.

Der China-Schnorchel passte perfekt. Eine Montageanleitung war nicht dabei, lediglich eine Schablone zum Anzeichnen der Bohrungen. Aber das ist schließlich keine Raketenwissenschaft.

Natürlich kostet es etwas Überwindung, ein 10 cm großes Loch in die Karosserie zu bohren. Als das geschafft war, ging der Rest der Arbeit jedoch ziemlich flott vonstatten.


So bin ich vorgegangen


Man braucht eine Lochsäge mit 10 cm Durchmesser. Die, die ich bekommen konnte, war eigentlich für Elektriker gedacht und hatte einen Durchmesser von 102 mm. Sie passte perfekt. Die Lochsäge war für Gipskarton und Holz ausgelegt und hatte grobe Zähne. Eine fein gezahnte Lochsäge für Metall wäre sicherlich besser geeignet gewesen, aber mit vorsichtigem Bohren und etwas Geduld hat es problemlos funktioniert.

Zuerst klebt man den Bereich, in dem gebohrt werden soll, mit Malerkrepp ab. So schützt man den Lack, falls der Bohrer einmal abrutscht. Anschließend wird die Schablone mit Klebeband befestigt. Die Mitte des großen Lochs markieren und mit einem Bohrer vorbohren, der denselben Durchmesser wie der Zentrierbohrer der Lochsäge hat.

Markiere auch die beiden Befestigungslöcher, aber BOHRE SIE NOCH NICHT. Warte, bis das große Loch gebohrt ist und du den Schnorchel probeweise montieren kannst, damit er richtig an der A-Säule sitzt. Schon ein Millimeter Abweichung bei den Befestigungslöchern kann einen deutlichen Unterschied in der Position des Schnorchels an der A-Säule verursachen. Ich habe den Fehler gemacht, alle Löcher gleich zu bohren – und dafür musste ich später büßen …

Nimm dir die Zeit, das blanke Metall anschließend mit etwas Grundierung zu überstreichen, um Rost zu verhindern. Am besten eignet sich eine Epoxidgrundierung.

Schablone

Im Motorraum empfiehlt es sich, Kabel und Leitungen aus dem Weg zu räumen. Mit einem Stück Draht kann man sie zur Seite ziehen und sichern. Man bohrt zunächst durch die Karosserie und anschließend durch den Innenkotflügel.

Auch im Innenkotflügel sollte man vorbohren. Dieser verläuft in einem etwas anderen Winkel als die Karosserie. Die Lochsäge darf deshalb nicht zu hoch sein, da sie zwischen Karosserie und Innenkotflügel passen muss. Meine war 53 mm hoch, und das hat gut funktioniert.

Nachdem das große Loch gebohrt ist, wird der Halter für die A-Säule am Schnorchelrohr befestigt und der Schnorchel an seinen Platz gesetzt. Am besten holt man sich eine zweite Person zur Hilfe, die den Schnorchel hält, während man kontrolliert, ob der Flansch des Schnorchels mittig im Loch sitzt.

Schnorchel Flansch

Der Flansch an meinem Schnorchel war etwas kurz. Es war aber genügend Platz vorhanden, um den Schlauch zum Luftfilter durch den Innenkotflügel zu führen und trotzdem eine gute Verbindung herzustellen.

Markiere nun eines der Befestigungslöcher des Schnorchels neben dem großen Loch. Schnorchel wieder abnehmen und das Loch bohren. Dafür benötigt man eine Nietmutternzange. Solche Werkzeuge sind im Internet relativ günstig erhältlich. Eine Nietmutter einsetzen und den Schnorchel festschrauben. Die Nietmuttern waren bei meinem Kit bereits dabei.

Anschließend das zweite Loch sowie die Konturen des Befestigungshalters an der A-Säule markieren. Schnorchel wieder entfernen und das zweite Befestigungsloch sowie die Löcher für den Halter bohren.

Der Halter kann mit Blindnieten oder Schrauben befestigt werden. Verwende Tec-7 oder ein ähnliches Dichtmittel, um das Eindringen von Wasser in die A-Säule zu verhindern. Kein Silikon verwenden – es wird sich mit der Zeit wieder lösen.

Der Halter hatte einen etwas falschen Winkel. Ich habe ihn mit ein paar Schlägen mit dem großen Hammer etwas zurechtgebogen.

Anschließend den Schnorchel festschrauben.

Befestigungshalters an der A-Säule


Anschließen des Schnorchels

Nun werden die Schläuche im Motorraum montiert.

Das Rohr entfernen, das zum Luftfilter führt. Die Schläuche zunächst im Motorraum auslegen, damit man sehen kann, welcher Schlauch wohin gehört.

Beginne mit dem Schlauch, der am Schnorchel angeschlossen wird. Bei meinem Kit war das der Schlauch mit einer Vertiefung. Etwas Seifenwasser auf dem Flansch erleichtert das Aufschieben erheblich. Anschließend mit einer Schlauchschelle befestigen.

Dann den anderen Schlauch am Lufteinlass des Luftfilters montieren und zum Schluss die beiden Schläuche miteinander verbinden.

Die gesamte Arbeit war in 2–3 Stunden erledigt.


Der Schnorchel, den ich gekauft habe:
https://www.aliexpress.com/item/1005007915026016.html

Resultat


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