Montag, September 14, 2026

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Namibia mit dem Camper: Etosha-Nationalpark

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Die Tierwelt ist natürlich ein spannender Teil einer Reise in Afrika, und Etosha ist einer der besseren Parks, um die Big Five und noch einige weitere Tiere zu sehen. Hier kannst du uns auf unserer Reise durch vier Camps und sechs Tage im Park begleiten.

Lies hier mehr über die Planung und praktische Dinge, wie zum Beispiel einen Platz in Etosha zu buchen:Planung einer Overlanding-Reise durch Namibia

Alles über die Namibiareise hier:Namibia

Um Etosha zu besuchen, muss man rechtzeitig einen Platz buchen, besonders in der Hochsaison von Juli bis August. Der Juni erwies sich als guter Monat. Dann ist es nicht besonders voll, und die Trockenzeit hat bereits eingesetzt, sodass die Tiere zu den Wasserlöchern ziehen. Der Park ist groß, etwa 380 km lang von Ost nach West und 90 km breit, und überall im Park gibt es zahlreiche Wasserlöcher – überwiegend natürliche, einige aber auch künstlich angelegte. Im Park gibt es vier Camps, in denen man mit dem Auto übernachten kann. Alle sind mit Grillplätzen und Strom ausgestattet, außerdem gibt es auf dem Gelände zahlreiche Toiletten und Küchen. Alles ist sehr sauber und gepflegt. Der Tourismus ist in Namibia ein bedeutender Wirtschaftszweig, und man legt extrem großen Wert darauf, dass die Touristen das Land positiv erleben. Überhaupt sind alle Menschen in Namibia sehr höflich und hilfsbereit. Üblicherweise begrüßt man sich mit einem „How are you?“. In Windhoek gab es etwas Bettelei, aber die Menschen waren nicht aufdringlich und akzeptierten ein Nein.

Camp Namutoni

Es gibt drei Eingänge zum Park. Wir entschieden uns, im Osten beim Namutoni Camp hineinzufahren. Am Eingang werden alle Unterlagen kontrolliert. Die Campingplätze müssen im Voraus bezahlt werden, aber die Parkgebühr von 150 NAD pro Person und Nacht für den gesamten Aufenthalt wird im ersten Camp bezahlt, zu dem man kommt. Wir hatten sechs Übernachtungen auf vier verschiedenen Campingplätzen gebucht. Es heißt, man sollte vier bis sieben Übernachtungen einplanen, um sich alles in Ruhe ansehen zu können.

Neugieriger Mungo

Wir hatten zwei Übernachtungen in Namutoni, packten unser Zelt jedoch nach einer Nacht zusammen und fuhren los, um tagsüber die Wasserlöcher zu besuchen, bevor wir am Nachmittag zum Camp zurückkehrten. Nach Sonnenuntergang darf nicht gefahren werden.

In Namutoni campten wir auf einer großen Grasfläche, auf der es Unmengen von Mungos gab, einem wieselähnlichen, aber größeren Tier. Sie waren extrem aufdringlich, und große Gruppen liefen um unsere Beine herum. Anfangs lustig, mit der Zeit lästig. Auf einem Schild stand, dass sie Tollwut haben könnten, daher waren wir dankbar für die Tollwutimpfung, die wir uns hatten geben lassen.

Wasserloch mit vielen Tieren

Die Wasserlöcher haben absolut nicht enttäuscht. Wir sahen eine Menge Antilopen, Springböcke und Oryx-Antilopen sowie Büffel. Auch zwei Elefanten standen am letzten Wasserloch und tranken. Natürlich hofft man, Löwen zu sehen, aber sie kommen nur nachts zu den Wasserlöchern. Alle Camps liegen an Wasserlöchern, sodass man nachts dorthin gehen kann. Sie sind mit rotem Licht beleuchtet, das die Tiere nicht stört. Bei Namutoni gab es vor allem Antilopen und Büffel.

Ganz nah bei den Elefanten

Auf dem Weg zum zweiten Camp, Halali, stießen wir auf zwei Elefanten, die direkt an der Straße standen. Nachdem wir diese riesigen Tiere bewundert und die obligatorischen Fotos gemacht hatten, schlichen wir an ihnen vorbei und fuhren weiter. Elefanten können schon mal etwas gereizt werden und Autos angreifen. Ich saß mit eingelegtem Gang im Wagen, bereit, schnell wegzufahren, falls sie Anzeichen von Aggression zeigen würden, etwa indem sie die Ohren abspreizen. Dann bleibt einem nur die Flucht. Sie wiegen bis zu vier Tonnen, und ein Hilux ist für sie leichte Beute. In Halali sahen wir keine Tiere am Wasserloch des Camps.

Gute Schotterstraßen

Zwischen den verschiedenen Camps lassen wir es ruhig angehen und machen unterwegs Halt an Wasserlöchern. Zwischen den ersten drei Camps liegen etwa 70 km, während das letzte, Olifantrus, 127 km von Okaukuejo entfernt liegt. Die Straßen sind größtenteils gut befahrbare Schotterstraßen. Die Landschaft ist völlig flach, wobei offene Flächen von Wald mit kleinwüchsigen Bäumen abgelöst werden. Im Norden liegt die große Etosha-Pfanne, ein ausgetrockneter See, der nur während der Regenzeit mit Wasser gefüllt ist. Überall kann man auf Tiere treffen – vor allem Antilopen und Zebras.

Nashorn und Löwe

Der nächste Camp ist Okaukuejo, direkt hinter dem Anderson Gate. Dieses Camp ist dafür bekannt, das beste Wasserloch zu haben. Und es enttäuscht nicht. Direkt nach Sonnenuntergang sehen wir hier sechs große Nashörner, und um 21 Uhr taucht ein Löwe auf. Leider kommt er nicht zum Wasserloch hinunter, das etwa 30 Meter von unserem Sitzplatz entfernt liegt. Stattdessen schleicht er weit entfernt am Waldrand entlang. Außerdem hören wir zwei klassische Löwengebrüll aus dem Wald. Eine Frau, mit der wir sprechen, erzählt, sie hätten drei Löwen dicht an der Straße gesehen, die sich paarten, als sie unterwegs waren.

In Okaukuejo mussten wir nach Schwarzrückenschakalen Ausschau halten. Auch sie könnten Tollwut haben, und einige könnten sich trotz des hohen Zauns um das Lager herum ins Lager schleichen.

Wenn man nur wenig Zeit im Park hat, würde ich Okaukuejo wegen der Tierwelt hier empfehlen.

Sicheres Reiseland

Wir kommen mit zwei Südafrikanern auf dem Campingplatz ins Gespräch. Sie sind viel in Namibia herumgereist und können uns gute Tipps geben. Namibia ist eines der beliebtesten Reiseziele vieler Südafrikaner, sowohl wegen der Natur, aber vor allem, weil es hier so sicher ist zu reisen. Sie sagten, dass beim Wildcampen keine Gefahr von Überfällen oder unangenehmen Zwischenfällen bestehe und die Bevölkerung im Gegensatz zu Südafrika nicht aggressiv sei. Aber man sollte auf wilde Tiere achten.

Solide getakelt

Wir haben zwei Übernachtungen in Okaukuejo, verzichten aber darauf, tagsüber herumzufahren. Einen Ruhetag sollte man sich gönnen. Allein schon, nicht ständig packen und das Zelt auf- und abbauen zu müssen, ist herrlich. Die Zelte heißen Eezy Awn, aber sie sind nicht besonders easy aufzubauen und schon gar nicht abzubauen. Zelte vom Typ Maggiolina, die man einfach hoch- und herunterkurbelt, sind viel einfacher, aber diese hier sind geräumig und robust. Es empfiehlt sich, bei der Buchung um zwei Matratzen zu bitten, sonst bekommt man nur eine 4 cm dicke, auf der es sich hart liegt.

Giraffenkongress

In der nächsten Nacht gibt es keine Löwen, dafür aber einen Kongress von Giraffen. Neun große und kleine Giraffen stehen lange dicht beieinander und wiegen ihre langen Hälse hin und her. Ein seltsamer Anblick. Und ein paar Nashörner, die umherstapfen oder einfach dastehen und vor sich hinbrüten. Eines von ihnen schleicht sich an ein Paar heran, das dort steht – vermutlich in der Absicht, dem anderen Männchen das Weibchen auszuspannen. Es wird schroff abgewiesen und zieht sich traurig zurück. Zumindest sieht es so aus.

Es ist klug, im Voraus einzukaufen.

Geschäfte gibt es in allen Camps außer in Olifantrus. Diesel gibt es theoretisch auch. Aber in Okaukuejo war alles ausverkauft, sodass wir etwa 5 km hinter dem Anderson Gate fahren mussten, um tanken zu können. Dort gab es auch einen brauchbaren Laden. Die Geschäfte innerhalb der Camps haben eine sehr schlechte Auswahl, hauptsächlich Konserven, daher sollte man besser vorher einkaufen. Teuer sind sie außerdem. Aber in Okaukuejo fanden wir den großen Bruder von Five, den sagenhaften Ten. Vermutlich der beste Brandy Afrikas.

Olifantrus camp

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg und fahren die weiteren 137 Kilometer nach Olifantrus auf einer ziemlich guten Schotterstraße. Stellenweise gibt es etwas Wellblechpiste, aber es ist okay. Mit der Zeit bildet sich auf solchen Straßen immer Wellblech, doch wenn es zu schlimm wird, wird es mit einem Straßenhobel eingeebnet. Es ist also ein bisschen Glück oder Pech, in welchem Zustand die Straße gerade ist. Unterwegs kommen wir an drei Wasserlöchern vorbei und sehen große Herden von Zebras und Springböcken, einige Strauße und in der Ferne Elefanten.

Toller Aussichtsturm

In Olifantrus kommen wir dagegen bis auf wenige Meter an einen großen Elefanten am Wasserloch beim Camp heran. Am Wasserloch wurde ein hoher Turm errichtet, und der Elefant steht direkt neben dem Turm und trinkt. Faszinierend, das große, runzlige Tier aus so nächster Nähe zu sehen.

Olifantrus ist ein sehr einfacher Campingplatz mit Platz für 10 Autos. Keine Hütten, kein Mobilfunknetz und das WLAN ist ausgeschaltet, weil es zu stark windet! Es gibt einen kleinen Kiosk mit 6 Tüten Chips, etwas Wasser und ein paar Colas. Kauft vorher ein!

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Starker Wind

Wir bekommen den windigsten Platz auf dem Campingplatz zugewiesen und müssen uns in den Windschatten des Autos setzen. Die ganze Zeit hat es stark geweht. Über den endlosen Weiten des Parks kann der Wind ungehindert angreifen. Der Wind setzt bei Sonnenaufgang ein, und bei Sonnenuntergang ist es zum Glück völlig windstill.

Am nächsten Tag führt die Straße bei Galton Gate aus dem Park hinaus und nach Kaokoland, in den wildesten und schönsten Teil Namibias. Bleibt dran!

Alles über die Namibia-Reise hier:Namibia

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